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Ving Tsun Kung Fukonsequente SelbstverteidigungVing Tsun Kung Fu (andere Schreibweisen: Wing Tsun, Wing Chun, Ving Tjun) versteht sich als intelligentes, ganzheitliches Nahkampfsystem. Auf einen esoterischen Überbau wird aber verzichtet. Die Wurzeln des Ving Tsun liegen in Südchina. Mitte des 20. Jahrhunderts machte Yip Man dieses System in Hong Kong einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Darunter auch dem jungen Bruce Lee, welcher heute als der wohl berühmteste Vertreter dieser Kampfkunst anzusehen ist. Ein weiterer, wohl mindestens so erfolgreicher Kämpfer Yip Mans war Wong Shun Leung. Durch dessen Schüler Philipp Bayer erreichte Wongs Ving Tsun Kung Fu Europa in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Grundlage des Ving Tsun ist im Gegensatz zu vielen modernen Kampfsportarten nicht das Erlernen von
starren, auf definierte Situationen abgestimmten Bewegungsabläufen (vgl. Katas im Karate), sondern
das Erlernen kurzer, energiesparender und reflexartiger Bewegungen um eine Auseinandersetzung so
schnell wie möglich zu beenden. Ein sportlicher Wettkampf steht nicht im Mittelpunkt, vielmehr die
Fähigkeiten eine gefähliche Situation konzentriert und effektiv zu meistern.
Ziel des Trainings ist Verstärkung der natürlichen Körperstruktur und der Muskelketten, sowie
Anpassung der Körperhaltung an die Bedingungen eines Kampfes durch Üben von Bewegungsmustern und
Formen. Es stehen viele Methoden zur Verfügung, die Formenlehre (Siu Lim Tao, Chum Kiu und Bui Tze)
selbst, Schlag(kraft)training am Boxsack, Wandschlagsack und mit dem beweglich aufgehängten
Tennisball, sowie Übungen an der Holzpuppe. Neben diesen Einzelübungen beinhaltet das Konzept noch
eine Vielzahl an Partner- und Gruppenübungen.
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